

Zynisch, respektlos und fabelhaft!
Die Programme des Kabarettisten Hagen Rether tragen seit Jahren den Titel „Liebe“, nur die Inhalte ändern sich. 2008 erhielt er in der Sparte Kabarett den Deutschen Kleinkunstpreis. In der Begründung der Jury heißt es: „Damit zeichnet die Jury einen Klavier spielenden Kabarettisten aus, der mit sanfter Stimme und voller Angriffslust das Weltgeschehen beiläufig plaudernd auseinandernimmt. Seinen Auftritt stellt der sarkastische Aufklärer unter das Thema 'Liebe', das einzige, was in seinem Programm nicht vorkommt.“
„Hagen Rether verbirgt hinter seinem charmanten Auftreten, hinter seinen netten Plaudereien, hinter seinen leichten Klavierakkorden böse Wahrheiten, die er ganz subtil ans Volk bringt. Von seinem – seit Jahren konstanten – Programmtitel LIEBE darf man sich nicht beirren lassen. Gefühlsselig kommen höchstens ein paar sanfte Pianoklänge daher, aber in seinen Texten erweist sich Hagen Rether als gnadenloser Beobachter, der sich mit allem beschäftigt, außer mit politischer Korrektheit. In aller Seelenruhe und höchst charmant schmiedet Hagen Rether Sätze wie Gewehrkugeln." (Süddeutsche Zeitung)
„Das ist also der böse Bube des Gegenwartskabaretts, der zäh-krampfigen Comedy-Brei mit einem Blubb kalter Ironie zupflastert und den Winsel-Pop von Herbert Grönemeyer im Tränen-Abflussrohr für Liedermacher versiegen lässt." (Münchner Merkur)